Haut
Haut in der Heizsaison: Was Gesicht und Hautbarriere jetzt brauchen
Von Benedetta Castaldi · 03.11.2026 · 3 Min. Lesezeit
Kurz gesagt
In der Heizsaison verliert die Haut schneller Feuchtigkeit, und die Hautbarriere wird empfindlicher. Am meisten helfen eine mildere Reinigung, eine etwas reichhaltigere Pflege und Sonnenschutz auch im Winter. Eine personalisierte Gesichtsbehandlung reinigt gründlich und unterstützt die Barriere, ohne die Haut zu strapazieren.
Sobald im Oktober die Heizungen anspringen, merke ich es an der Haut meiner Kundinnen. Sie spannt nach dem Waschen, das Make-up setzt sich in feine Linien, an den Wangen wird sie rau. Der Grund ist einfach: Draussen ist die Luft kalt, drinnen warm und trocken. Die Haut verliert Feuchtigkeit schneller, als sie sie halten kann.
Was dann hilft, ist weniger spektakulär, als die Werbung verspricht. Und manchmal ist ein Termin für eine Gesichtsbehandlung an der Goldküste der beste Neustart.
Was im Winter mit der Haut passiert
Die äusserste Hautschicht funktioniert wie eine Mauer: Die Hautzellen sind die Steine, bestimmte Fette der Mörtel. Kälte und trockene Luft lassen diesen Mörtel bröckeln. Die Haut wird durchlässiger, verliert Wasser und reagiert empfindlicher auf Reize. Das spüren auch Menschen, die sonst eher fettige Haut haben, und genau sie greifen dann oft zu den falschen, austrocknenden Produkten.
Fünf Dinge, die wirklich helfen
Mild reinigen. Heisses Wasser und stark schäumende Reiniger entfetten die Haut zusätzlich. Lauwarmes Wasser und ein sanftes Reinigungsgel oder eine Reinigungsmilch reichen völlig.
Eine Stufe reichhaltiger pflegen. Wer im Sommer mit einem leichten Fluid auskommt, braucht im Winter oft eine Creme mit mehr Lipiden. Wichtig ist, dass sie zur eigenen Haut passt und keine Unreinheiten fördert.
Peelings sparsam einsetzen. Einmal pro Woche ein sanftes Peeling genügt. Zu viel Rubbeln schwächt die Barriere genau dann, wenn sie Unterstützung braucht.
Sonnenschutz nicht vergessen. Auch im Winter gibt es UV-Strahlung, in den Bergen und im Schnee sogar viel. Ein Lichtschutz in der Tagespflege gehört deshalb das ganze Jahr dazu.
Auf das Raumklima achten. Lieber kurz und kräftig lüften als das Fenster stundenlang gekippt lassen, und im Schlafzimmer nicht zu warm heizen. Die Haut dankt es Ihnen am Morgen.
Was eine Gesichtsbehandlung leisten kann
Zu Hause pflegen Sie die Haut, im Studio kann ich gründlicher reinigen und gezielter arbeiten. Bei mir beginnt jede Gesichtsreinigung mit einer Analyse: Welcher Hauttyp, welche Gewohnheiten, welches Ziel? Danach reinige ich, exfoliere sanft, reinige bei Bedarf aus und trage eine Maske und Seren auf, die zur Haut passen. Eine Massage regt die Mikrozirkulation an, und zum Schluss gibt es eine Pflege mit Lichtschutz.
Danach wirkt die Haut reiner und ruhiger, hält Feuchtigkeit besser, und das Make-up sitzt wieder schön. Wunder verspreche ich nicht. Aber der Unterschied ist sichtbar, und er hält länger, wenn die Pflege zu Hause dazu passt. Deshalb gehören ein paar konkrete Tipps für Ihre Routine immer zum Termin.
Und das gilt nicht nur für Frauen. Männerhaut leidet unter Kälte und Heizungsluft genauso, und immer mehr Männer kommen zur Gesichtsreinigung ins Studio. Die Behandlung wird auf jeden Hauttyp abgestimmt, bei Frauen wie bei Männern.
Wann Sie besser zur Ärztin gehen
Bleibt die Haut trotz milder Pflege rot, juckt sie, schuppt oder brennt, kann eine Hauterkrankung dahinterstecken. Dann gehört sie in dermatologische Hände und nicht in die Kosmetik. Das gilt auch für Ekzeme oder Rosazea: Hier stimme ich die Behandlung im Studio gern auf die ärztliche Empfehlung ab, ersetze sie aber nicht.
Im Studio in Stäfa
Jede Gesichtsreinigung beginnt bei mir mit einer Analyse von Hauttyp, Gewohnheiten und Zielen. Dann folgen Reinigung, sanfte Exfoliation, Ausreinigung bei Bedarf, Maske, Seren und eine Massage, die die Mikrozirkulation anregt. Zum Schluss gibt es eine Pflege mit Lichtschutz.
Häufige Fragen
Brauche ich im Winter wirklich Sonnenschutz?
Ja. Die UV-Strahlung ist im Winter schwächer, aber nicht weg, und im Schnee oder in den Bergen wird sie stark reflektiert. Im Alltag reicht meist ein Lichtschutz in der Tagespflege.
Wie oft ist eine Gesichtsbehandlung sinnvoll?
Das hängt von Haut und Zielen ab. Bewährt hat sich ein Rhythmus von vier bis sechs Wochen. Zum Wechsel der Jahreszeit lohnt sich ein Termin besonders.
Was tun bei Rötungen, Juckreiz oder Schuppen?
Wenn die Haut trotz milder Pflege rot bleibt, juckt oder schuppt, gehört das in ärztliche Hände. Eine Kosmetikerin ersetzt keine Dermatologin.
Ist die Gesichtsbehandlung auch etwas für Männer?
Ja. Männerhaut reagiert auf Kälte und Heizungsluft genauso, und die Behandlung wird auf jeden Hauttyp abgestimmt. Männer sind im Studio genauso willkommen.
Über die Autorin
Benedetta Castaldi – Kosmetikerin und Inhaberin von Essence of Beauty in Stäfa. Mehr über Benedetta
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